Säule 3a Rechner: Konto oder Wertschriften?

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In die Säule 3a einzuzahlen ist die eine Entscheidung. Was danach mit dem Geld passiert, ist die zweite, und sie kostet mehr. Ein 3a-Konto verzinst sich mit deutlich unter einem Prozent. Eine Wertschriftenlösung legt dasselbe Geld an. Über zwanzig oder dreissig Jahre trennt die beiden ein sechsstelliger Betrag. Dieser Rechner zeigt dir, wie gross der Unterschied in deinem Fall ausfällt. Der Rechner zeigt dir das Was. Das Buch zeigt dir das Wie.

Wertschriften nach 25 Jahren
CHF 434’153

Nach Kapitalbezugssteuer: CHF 412’445

3a-KontoWas dir entgeht
CHF 195’136auf dem 3a-Konto
CHF 434’153in Wertschriften
CHF 45’363Steuern gespart, in beiden Fällen gleich
CHF


Jahre

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Violett ist das 3a-Konto, grün die Wertschriftenlösung. X-Achse in Jahren, Y-Achse in Tausend Franken.

Jahr Eingezahlt 3a-Konto Wertschriften Differenz
Wie hier gerechnet wird

Beide Seiten werden jährlich verzinst, und deine Einzahlung kommt am Jahresende dazu. So funktioniert die Säule 3a in der Praxis: eine Einzahlung pro Jahr, vor dem Termin im Dezember. Im ersten Jahr wirft dein Geld deshalb noch nichts ab.

Endkapital = Einzahlung × [((1 + i)n − 1) ÷ i]

i ist der Jahreszins, beim 3a-Konto der Kontozins, bei den Wertschriften die Rendite abzüglich Gesamtkosten. n ist die Anzahl Jahre. Kosten werden von der Rendite abgezogen, weil sie genau so wirken: sie senken nicht dein Guthaben, sie senken dein Wachstum.

Die Steuerersparnis ist Einzahlung × Grenzsteuersatz × Jahre. Sie wird bewusst nicht mitverzinst, weil das Geld auf deinem Privatkonto landet und nicht in der 3a. Wenn du sie jedes Jahr mitanlegst, wird das Ergebnis besser als hier gezeigt. Für das 3a-Konto gilt derselbe Abzug, deshalb ändert die Steuerersparnis nichts an der Entscheidung zwischen den beiden.

Der Betrag nach Kapitalbezugssteuer ist eine grobe Annäherung. Der Satz ist kantonal und progressiv, hängt vom Zivilstand ab und lässt sich durch gestaffelte Bezüge über mehrere Konten und mehrere Jahre deutlich senken.

7’258 Fr. pro Jahr, 25 Jahre
CHF 434’000
in Wertschriften, bei 7% Rendite und 0,39% Kosten
Dasselbe Geld auf dem 3a-Konto
CHF 195’000
bei 0,60% Zins, dem besten schweizweit offenen Satz
Der Unterschied
CHF 239’000
mehr als alles, was du selbst eingezahlt hast

Eigene Berechnung mit dem Rechner oben. Einzahlung 7’258 Fr. pro Jahr, 25 Jahre, jährliche Verzinsung, Einzahlung am Jahresende. Kontozins und Kosten geprüft im August 2026, Quellen am Ende der Seite.

Säule 3a Zinsen: was ein Konto wirklich abwirft

Die Frage nach den Zinsen auf der Säule 3a hat eine kurze Antwort: sehr wenig, und weniger, als die meisten annehmen. Der beste schweizweit zugängliche Kontozins liegt bei 0,65%. Darüber gibt es einzelne Regionalbanken mit bis zu 1,00%, die aber nur Personen mit Wohnsitz im eigenen Einzugsgebiet aufnehmen. Die Grossbanken zahlen spürbar weniger als die Kantonal- und Regionalbanken.

Das ist der Punkt, an dem die meisten Vergleiche aufhören. Sie ranken 3a-Konten nach Zinssatz und suggerieren damit, die Wahl zwischen 0,45% und 0,65% sei die Entscheidung, um die es geht. Sie ist es nicht. Der Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten 3a-Konto der Schweiz ist kleiner als der Unterschied zwischen dem besten 3a-Konto und einer ganz gewöhnlichen Wertschriftenlösung.

Die eigentliche Entscheidung liegt eine Ebene höher. Nicht welches 3a-Konto, sondern ob überhaupt ein Konto. Wer diese Frage falsch beantwortet, holt sie mit keinem Zinsvergleich der Welt wieder auf.

Warum der Unterschied so gross wird

Bei 0,60% verdoppelt sich Geld in rund 116 Jahren. Bei 6,61%, also 7% Rendite abzüglich 0,39% Kosten, in etwas mehr als zehn. Das ist derselbe Zinseszinseffekt, den mein Zinseszinsrechner allgemein zeigt, nur dass er in der Säule 3a besonders hart zuschlägt: Das Geld ist ohnehin bis fünf Jahre vor der Pensionierung gebunden. Du hast den langen Anlagehorizont bereits, ob du ihn nutzt oder nicht.

  1. Der Anlagehorizont ist dir vorgegeben. 3a-Geld kannst du nicht kurzfristig brauchen. Das Argument, Aktien seien kurzfristig zu schwankend, greift bei einem gesperrten Konto schlechter als bei jedem anderen Topf.
  2. Die Kosten sind der zweite Hebel. Zwischen 0,14% und 0,90% liegen bei den Schweizer Anbietern Welten. Auf ein Guthaben von 100’000 Fr. sind das 760 Fr. Unterschied pro Jahr, und du bekommst dafür nichts zusätzlich.
  3. Der Aktienanteil lässt sich ausschöpfen. Mehrere Anbieter erlauben Strategien mit vollem Aktienanteil. Wer dreissig Jahre Zeit hat, muss sich nicht mit einer defensiven Vorgabe zufriedengeben, nur weil sie voreingestellt ist.
  4. Nichts tun ist auch eine Entscheidung. Wer einzahlt und das Geld auf dem Konto liegen lässt, hat sich für 0,60% entschieden. Das passiert meistens nicht bewusst, sondern weil niemand gefragt hat.

Was die Steuerersparnis wirklich bringt

Der Steuerabzug ist der meistgenannte Grund, in die Säule 3a einzuzahlen, und er ist ein guter Grund. Bei 7’258 Fr. Einzahlung und einem Grenzsteuersatz von 25% sparst du rund 1’800 Fr. Steuern pro Jahr. Über 25 Jahre sind das etwa 45’000 Fr.

Nur: diesen Abzug bekommst du in beiden Fällen. Er hängt an der Einzahlung, nicht daran, was die Bank danach mit dem Geld macht. Der Steuervorteil ist deshalb kein Argument für ein 3a-Konto und keins für Wertschriften. Er ist das Argument dafür, überhaupt einzuzahlen. Wenn dir jemand den Steuerabzug als Vorzug einer bestimmten 3a-Lösung verkauft, verkauft er dir etwas, das jede 3a-Lösung mitbringt.

Zwei Details, die der Rechner bewusst nicht schönrechnet. Die Steuerersparnis wird nicht mitverzinst, weil sie auf deinem Privatkonto landet und dort meistens ausgegeben wird. Wenn du sie jedes Jahr konsequent anlegst, fällt dein Ergebnis besser aus als hier gezeigt. Und der Grenzsteuersatz ist keine feste Grösse: Er hängt von Einkommen, Zivilstand, Gemeinde und Kanton ab. 25% ist eine Hausnummer, kein Versprechen. Wie das zusammenspielt, steht in meinem Steuerguide für die Schweiz.

Die Kapitalbezugssteuer, die kein Rechner zeigt

Beim Bezug wird das 3a-Guthaben besteuert, getrennt vom übrigen Einkommen und zu einem reduzierten Satz. Die meisten 3a-Rechner nennen dir eine Bruttozahl und hören dort auf. Der Rechner oben zieht die Steuer ab, weil das die Zahl ist, die tatsächlich bei dir ankommt.

Der Satz ist kantonal und progressiv, und er hängt am Zivilstand. Deshalb ist er im Rechner ein Feld, das du selbst setzt, und keine Konstante, die ich dir vorgebe. Die Voreinstellung von 5% ist eine Annäherung für einen mittleren Kanton, kein Wert für deine Situation.

Ein Detail, das mehr spart als die meisten Gebührenvergleiche. Weil der Satz progressiv ist, kostet ein grosser Bezug überproportional. Wer sein 3a-Guthaben auf mehrere Konten verteilt und über mehrere Jahre gestaffelt bezieht, senkt die Steuer spürbar. Das lohnt sich zu planen, lange bevor der Bezug ansteht.

Wann ein 3a-Konto trotzdem richtig ist

Ich halte die Wertschriftenlösung für die meisten Menschen für die bessere Wahl, und der Rechner oben zeigt, warum. Aber es gibt Fälle, in denen ein Konto die vernünftige Antwort ist, und es wäre unehrlich, sie zu verschweigen.

Wenn du in den nächsten wenigen Jahren beziehst, sei es zur Pensionierung, für Wohneigentum oder weil du die Schweiz verlässt, dann ist der Anlagehorizont weg, der die ganze Rechnung trägt. Ein Kurseinbruch kurz vor dem Bezug lässt sich nicht mehr aussitzen. Wenn du schon weisst, dass du bei fallenden Kursen verkaufen würdest, ist ein Konto ebenfalls die ehrlichere Wahl: Eine Strategie, die du nicht durchhältst, ist schlechter als eine bescheidenere, die du durchhältst. Und wer noch keinen Notgroschen ausserhalb der 3a hat, sollte den zuerst aufbauen.

Stell den Rechner in diesen Fällen auf eine kurze Laufzeit. Du siehst dann selbst, wie der Abstand zusammenschrumpft. Bei 0% Rendite fällt die Wertschriftenlinie sogar unter die Kontolinie, weil die Kosten weiterlaufen. Das ist kein Fehler im Rechner, sondern der Punkt.

Wie viel du überhaupt einzahlen darfst, hängt davon ab, ob du in einer Pensionskasse versichert bist. Die beiden Zahlen für 2026, die Fristen und die neue Nachzahlung stehen im Säule 3a Maximalbetrag.

Und dann? Den Anbieter auswählen

Der Rechner zeigt dir den Unterschied. Wer ihn dir liefert, steht hier:

Häufige Fragen

Wie viel Zins gibt es 2026 auf ein Säule-3a-Konto?

Der beste schweizweit zugängliche Satz liegt bei 0,65%. Einzelne Regionalbanken zahlen bis zu 1,00%, nehmen aber nur Kundschaft aus der eigenen Region auf. Kantonal- und Regionalbanken zahlen im Schnitt mehr als die Grossbanken. Über eine lange Laufzeit ist der Unterschied zwischen diesen Sätzen allerdings klein gegenüber dem Unterschied zu einer Wertschriftenlösung.

3a-Konto oder Wertschriften, was ist besser?

Bei einem langen Anlagehorizont in aller Regel Wertschriften. Bei 7’258 Fr. Einzahlung über 25 Jahre trennt die beiden rund 239’000 Fr., mehr als die gesamte Summe, die du selbst einzahlst. Ein Konto ist die bessere Wahl, wenn du in den nächsten Jahren beziehst oder wenn du bei einem Kurseinbruch verkaufen würdest.

Wie viel darf ich 2026 in die Säule 3a einzahlen?

7’258 Fr., wenn du einer Pensionskasse angehörst. 36’288 Fr., wenn nicht, begrenzt auf 20% des Nettoerwerbseinkommens. Beide Werte sind gegenüber 2025 unverändert.

Was kostet eine 3a-Wertschriftenlösung?

Zwischen 0,14% und 0,90% pro Jahr, je nach Anbieter. Massgebend sind die Gesamtkosten, nicht die Verwaltungsgebühr: Manche Anbieter weisen eine tiefe Gebühr aus und verrechnen die Fondskosten separat. Auf 100’000 Fr. Guthaben trennt den günstigsten und den teuersten Anbieter rund 760 Fr. pro Jahr.

Bekomme ich den Steuerabzug auch bei Wertschriften?

Ja, in voller Höhe. Der Abzug hängt an der Einzahlung, nicht an der Anlageform. Er ist deshalb kein Argument für die eine oder die andere Lösung, sondern das Argument dafür, überhaupt einzuzahlen.

Kann ich in der Säule 3a zu 100% in Aktien investieren?

Bei mehreren Anbietern ja. Wer einen langen Anlagehorizont hat, muss sich nicht mit einer defensiveren Voreinstellung zufriedengeben. Prüfe, welche Strategie in deiner Lösung tatsächlich eingestellt ist, denn die Voreinstellung ist selten die mit dem höchsten Aktienanteil.

Wie viel Steuern zahle ich beim Bezug?

Das Guthaben wird getrennt vom übrigen Einkommen und zu einem reduzierten Satz besteuert. Wie hoch, ist kantonal geregelt, progressiv und vom Zivilstand abhängig. Weil der Tarif progressiv ist, senken gestaffelte Bezüge über mehrere Konten und mehrere Jahre die Rechnung spürbar.

Kann ich von einem 3a-Konto zu Wertschriften wechseln?

Ja. Ein Wechsel des 3a-Anbieters ist möglich, und das Guthaben wird dabei direkt übertragen, ohne dass es als Bezug gilt. Achte auf allfällige Gebühren beim abgebenden Anbieter und darauf, dass die Einzahlung für das laufende Jahr korrekt zugeordnet wird.

Quellen und Annahmen. Höchstabzüge 2026 nach den Vorgaben für die gebundene Vorsorge. Kontozinsen und Anbieterkosten geprüft im August 2026, Details und Anbietertabelle im Säule 3a Vergleich. Die Renditeannahme von 7% ist der langfristige Schnitt breiter Aktienmärkte vor Kosten und keine Zusage. Die Kapitalbezugssteuer von 5% ist eine Annäherung und variiert je nach Kanton und Zivilstand erheblich. Alle Angaben dienen der Information und sind keine Anlageberatung.

Der Rechner zeigt dir das Was. Das Buch zeigt dir das Wie.

Die Säule 3a ist ein Baustein. Was davor kommt, was danach, und in welcher Reihenfolge, steht im Buch.

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