Bei Investing Hero möchte ich die besten Bewertungen von Anlageplattformen liefern. Einige der vorgestellten Anbieter und Partner generieren dafür eine Provision, die den Betrieb dieser Website mitfinanziert. Das beeinflusst meine Einschätzungen nicht. Meine Meinung ist meine eigene. Die Informationen auf Investing Hero dienen ausschliesslich Informationszwecken und sind keine Steuerberatung. Bitte lies den Haftungsausschluss.
Krypto in die Steuererklärung einzutragen dauert eine halbe Stunde, wenn du die Unterlagen hast, und einen Abend, wenn nicht. Diese Anleitung geht der Reihe nach durch: welche Auszüge du brauchst, wo du den offiziellen Kurs findest, in welche Rubrik der Bestand gehört und welche vier Fehler am häufigsten vorkommen.
Vorgehen nach dem Arbeitspapier der ESTV zu Kryptowährungen und der ESTV-Kursliste (ICTax), geprüft am 12. August 2026. Die Formulare und ihre Bezeichnungen unterscheiden sich leicht von Kanton zu Kanton.
Bevor du anfängst: die vier Unterlagen
Alles Weitere geht schnell, wenn diese vier Dinge vor dir liegen. Fehlt eines davon, hol es zuerst, statt Zahlen zu schätzen.
- Ein Jahresendauszug pro Plattform.Von jeder Börse, App und Wallet ein Beleg, der den Bestand je Coin per 31. Dezember zeigt. Die meisten Plattformen bieten das als Export oder Steuerreport an.
- Die Adressen deiner eigenen Wallets.Coins in einer Hardware- oder Software-Wallet erscheinen auf keinem Börsenauszug. Du musst sie selbst zusammenstellen.
- Eine Liste der Erträge.Staking, Mining, Lending und Airdrops, mit Datum und Betrag. Diese gehören ins Einkommen, nicht ins Vermögen.
- Die Kaufbelege.Für die Deklaration selbst brauchst du sie nicht, für einen Rückfragefall schon. Der Nachweis der Gestehungskosten obliegt der steuerpflichtigen Person.
Schritt 1: Den Steuerwert pro Coin nachschlagen
Öffne die Kursliste der ESTV (ICTax) und such jede Kryptowährung, die du hältst. Die dort veröffentlichten Kurse sind in der Regel die Schlusskurse des letzten Börsentages im Dezember, Quelle SIX Financial Information, und gelten nach Art. 14 und 17 Abs. 1 StHG als Steuerwert per 31. Dezember.
Findet die Kursliste deinen Token nicht, gilt der Jahresendkurs jener Handelsplattform, über die du deine Käufe und Verkäufe abwickelst. Lässt sich gar kein Bewertungskurs ermitteln, deklariere zum ursprünglichen Kaufpreis in Franken.
Rechne einmal pro Coin, nicht pro Transaktion. Für die Vermögenssteuer interessiert nur, wie viele Einheiten du am 31. Dezember besitzt, multipliziert mit dem Steuerwert. Deine 240 Käufe im Laufe des Jahres spielen an dieser Stelle keine Rolle. Sie werden erst relevant, wenn die Frage des gewerbsmässigen Handels aufkommt.
Schritt 2: Den Bestand ins Wertschriftenverzeichnis eintragen
Krypto gehört in dieselbe Rubrik wie Aktien und Bankguthaben, also ins Wertschriften- und Guthabenverzeichnis. Pro Coin eine Zeile, mit Bezeichnung, Anzahl Einheiten und Steuerwert in Franken. Kein Verrechnungssteuerabzug, denn darauf wird keine Verrechnungssteuer erhoben.
| Feld | Was hineingehört |
|---|---|
| Bezeichnung | Name der Kryptowährung, zum Beispiel Bitcoin (BTC). Bei mehreren Plattformen kann die Plattform in Klammern helfen |
| Anzahl | Bestand in Einheiten per 31. Dezember, nicht der Frankenbetrag |
| Steuerwert | Einheiten multipliziert mit dem ICTax-Kurs, in Franken |
| Bruttoertrag | Nur, wenn es im Jahr Erträge gab. Staking und Lending gehören hierher oder ins übrige Einkommen, je nach kantonalem Formular |
| Verrechnungssteuer | Leer. Auf Krypto-Erträge wird keine Verrechnungssteuer erhoben |
Schritt 3: Die Erträge als Einkommen erfassen
Staking-Erträge, Mining, Lending-Zinsen und Airdrops sind Einkommen im Jahr des Zuflusses, bewertet zum Kurs in diesem Moment. Sie werden also zweimal erfasst: einmal als Einkommen bei Zufluss, und danach als Teil des Bestands in der Vermögenssteuer. Das ist keine Doppelbesteuerung, sondern zwei verschiedene Steuern auf zwei verschiedene Dinge.
Wie die einzelnen Ertragsarten genau behandelt werden, steht in Staking, Mining und Airdrops versteuern.
Die vier häufigsten Fehler
| So ist es richtig | So geht es schief |
|
|
Der teuerste Fehler ist das Weglassen. Eine nicht deklarierte Position kostet nicht nur die Steuer, die ohnehin fällig gewesen wäre, sondern kann ein Nachsteuer- und Bussenverfahren auslösen. Wenn in früheren Jahren etwas gefehlt hat, ist die straflose Selbstanzeige der geordnete Weg: Nachsteuern und Verzugszinsen fallen an, eine Busse nicht. Das funktioniert nur, solange das Steueramt nichts weiss.
Wenn du sehr viel gehandelt hast
Dann ist die Deklaration nicht das eigentliche Thema. Häufiger Handel, Fremdkapital oder Derivate können dazu führen, dass du als gewerbsmässige Händlerin oder gewerbsmässiger Händler giltst und deine Kursgewinne nicht mehr steuerfrei sind. Prüf das, bevor du die Erklärung einreichst: Gewerbsmässiger Handel: die fünf Kriterien.

Mehrere Börsen, Staking-Erträge oder ein Jahr, in dem du sehr viel gehandelt hast: Ab einem gewissen Punkt lohnt sich eine Fachperson mehr, als sie kostet. Ich arbeite mit Ynoves in Steinhausen/Zug, einem Schweizer Treuhandbüro, das auch auf Englisch berät.
Offenlegung. Ich kenne die Gründer von Ynoves persönlich und nutze ihre Dienstleistungen selbst. Meine Meinung bleibt meine eigene, und Leserinnen und Leser kommen vor Provisionen. Diese Seite ist allgemeine Information und keine Steuerberatung.
Den vollständigen Überblick über die drei Regeln findest du im Hauptartikel Krypto-Steuern in der Schweiz.
Krypto in der Steuererklärung: FAQ
Wo trage ich Kryptowährungen in der Steuererklärung ein?
Ins Wertschriften- und Guthabenverzeichnis, in dieselbe Rubrik wie Aktien und Bankguthaben. Pro Kryptowährung eine Zeile mit Bezeichnung, Anzahl Einheiten und dem Steuerwert in Franken per 31. Dezember.
Welchen Kurs muss ich verwenden?
Den Steuerwert aus der ESTV-Kursliste (ICTax) per 31. Dezember. Das sind in der Regel die Schlusskurse des letzten Börsentages im Dezember. Für Token ohne ESTV-Kurs gilt der Jahresendkurs der Plattform, über die du handelst.
Muss ich jede einzelne Transaktion angeben?
Für die Vermögenssteuer nein. Massgebend ist der Bestand am 31. Dezember. Einzelne Transaktionen werden erst wichtig, wenn geprüft wird, ob gewerbsmässiger Handel vorliegt, oder wenn du Gestehungskosten nachweisen musst.
Zählen Coins in meiner eigenen Wallet auch?
Ja. Die Steuerpflicht hängt am wirtschaftlichen Eigentum, nicht daran, wo die Coins liegen. Bestände in Hardware- und Software-Wallets gehören genauso in die Erklärung wie Guthaben auf einer Börse.
Was ist mit Coins, die ich im Laufe des Jahres verkauft habe?
Der Gewinn daraus ist als privater Kapitalgewinn steuerfrei und muss nicht als Einkommen deklariert werden. Im Vermögensverzeichnis erscheint nur, was am 31. Dezember noch vorhanden war.
Brauche ich eine Krypto-Steuersoftware?
Bei einem oder zwei Coins auf einer Plattform nicht. Sobald mehrere Börsen, Wallets und laufende Staking-Erträge zusammenkommen, spart ein Steuerreport oder eine Fachperson mehr Zeit, als er oder sie kostet.
Vergleichen und auswählen
Die anderen Vergleiche auf Investing Hero, alle gleich gebaut: jede Gebühr von der eigenen Preisseite des Anbieters gelesen.
Vorgehen und Kursquelle geprüft am 12. August 2026 gegen das ESTV-Arbeitspapier zu Kryptowährungen und die ESTV-Kursliste (ICTax). Formularbezeichnungen unterscheiden sich je nach Kanton. Diese Seite ist allgemeine Information und keine Steuerberatung.
- ESTV, Arbeitspapier Kryptowährungen und Initial Coin/Token Offerings (geprüft 12. Aug. 2026)
- ESTV, Kurslisten (ICTax), Dezember-Schlusskurse als Steuerwert per 31. Dezember, Art. 14 und 17 Abs. 1 StHG (geprüft 12. Aug. 2026)
- ESTV, Kreisschreiben Nr. 36 «Gewerbsmässiger Wertschriftenhandel», 27. Juli 2012 (geprüft 12. Aug. 2026)
- TaxInfo Kanton Bern, Gewerbsmässiger Wertschriftenhandel, Fassung 14.12.2023 (geprüft 12. Aug. 2026)
- Krypto-Steuern in der Schweiz, der Überblick über alle drei Regeln
